23|06|2018

Nordwest Zeitung 

Evangelischen Krankenhauses Oldenburg – ab sofort können Hubschrauber landen

Der neue Hubschrauberlandeplatz auf dem Klinik-Dach ist eingeweiht – eine wesentliche Verbesserung für Notfallpatienten: Ärzte gewinnen wichtige Minuten für deren Behandlung.

Im Notfall geht es jetzt noch schneller: Vorstand Armin Sülberg, Aufsichtsratsvorsitzender Helmut Hartig, Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler und Gesundheitsstaatssekretär Boris Robbers auf dem neuen Landeplatz

Text von Christoph Kiefer, Foto: Lukas Lehmann (EV)

Oldenburg. Der neue Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach des Erweiterungsbaus des Evangelischen Krankenhauses ist ab sofort in Betrieb. Die Fluggenehmigung liege seit Freitag vor, berichtete Vorstand Armin Sülberg bei der Einweihungsfeier am Freitag. Noch am gleichen Tag entfernte ein Arbeiter das Landeplatz-Symbol auf dem Platz neben der ehemaligen Feuerwehrwache gegenüber dem Krankenhaus. Trotz des kurzen Weges mussten Patienten bislang mit einem Fahrzeug von hier zur Notaufnahme gebracht werden.

Mehrere Redner unterstrichen die hohe Bedeutung des neuen Landeplatzes. Die Zentrale Notaufnahme des EV sei schon heute eine der größten im Land, sagte Gesundheitsstaatssekretär Boris Robbers. Der Erweiterungsbau samt Landeplatz werde die „medizinischen Möglichkeiten noch optimieren“.

 

Die Patienten werden vom Dach des Krankenhauses über einen Aufzug direkt in die Zentrale Notaufnahme transportiert. Gerade bei Trauma-Patienten ist jede Minute, die auf dem Weg zur Behandlung gewonnen wird, wichtig.

Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler sagte, das EV mit 1400 Mitarbeitern spiele eine wichtige Rolle in der regionalen Gesundheitsversorgung. Der neue Landeplatz setze „Maßstäbe für Oldenburg und die Region“.

Der Aufsichtsratsvorsitzende des EV, Helmut Hartig, sagte, der Landeplatz sei spektakulär und verweise auf die neue Zentrale Notaufnahme, die im September im Sockel-Geschoss des Erweiterungsbaus eröffnet werden soll. Mit drei Schockräumen und einem direkt angebundenen CT gehöre die Notaufnahme zu den modernsten und leistungsfähigsten im Land.

Vorstand Sülberg unterstrich, das Krankenhaus habe den Landeplatz für etwa zwei Millionen Euro aus eigenen Mitteln bezahlt. Das Management des EV habe alles getan, um „medizinischen Spezialisten die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen“. Das Haus sei als überregionales Traumazentrum anerkannt.

Nach der Eröffnung der neuen Zentralen Notaufnahme im Herbst würden nach und nach die übrigen Etagen (unter anderem Intensivstation und Operationssäle) fertiggestellt. Die Arbeiten im laufenden Krankenhausbetrieb erforderten „ein gerütteltes Maß an Verständnis“, bedankte sich Sülberg in Richtung Mitarbeiter und Patienten.

In Abstimmung mit der Stadt werde das EV die Pläne für den Bau eines Parkhauses und eines Medizin- und Ärztezentrums auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache vorantreiben. Sülberg versprach, Anlieger „zeitnah“ zu informieren.

Für die Piloten bedeutet der neue Landeplatz ebenfalls eine Verbesserung, wie am Rand der Eröffnungsfeier deutlich wurde. Die Landung bislang auf dem Hof, umgeben von Gebäuden, sei eine besondere Herausforderung.

© NWZ [2018]

 

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