26|06|2018

Volksstimme

Uniklinikum Magdeburg

Neuer Landeplatz für Hubschrauber

Freuen sich über den neuen Landeplatz: Pilot Lucas Gädeke, Notfallsanitäter Torsten Böhm, Dr. Kerstin Stachel, Prof. Dr. med. Felix Walcher, Finanzminister André Schröder, Wissenschaftsminister Armin Willingmann und Dr. Jan Hülsemann, Ärztlicher Leiter der Uniklinik.
Foto: Sarah Koßmann, Universitätsklinikum Magdeburg

Text von Rainer Schweingel

Magdeburg. An der Universitätsklinik Magdeburg wurde ein neuer Hubschrauberlandeplatz in Betrieb genommen. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Die Universitätsmedizin Magdeburg als Gesundheitseinrichtung der Maximalversorgung mit 26 Kliniken und 19 Instituten verfügt jetzt über einen zusätzlichen Hubschrauber-Sonderlandeplatz in direkter Nähe zur Zentralen Notaufnahme. Notfallpatienten können künftig schneller versorgt werden.

1. Wo befindet sich der neue Hubschrauberlandeplatz?

Der neue Dachlandeplatz befindet sich auf dem Hauptfunktions-Gebäude (Haus 60a) der Universitätsmedizin in direkter Nähe zur zentralen Notaufnahme. Diese befindet sich ebenfalls im Haus. So kann in Notfällen eine rasche Versorgung der Patienten gewährleistet werden.

 

2. Warum gibt es einen neuen Hubschrauberlandeplatz?

Die Errichtung des zweiten Landeplatzes war zwingend notwendig. Besonders wegen der räumlichen Nähe zur zentralen Notaufnahme und den dort befindlichen Schockräumen. Patienten mit Schwerstverletzungen können direkt, ohne Umlagerung, in den Bereich der Zentralen Notaufnahme gebracht werden. Auch das zukünftige Herzzentrum der Universitätsmedizin wird sich in unmittelbarer Nähe zur Zentralen Notaufnahme und somit auch direkt am Hubschrauberlandeplatz befinden.

 

3. Was war bisher anders?

Zum Bodenlandeplatz ist eine separate Umlagerung notwendig. Zudem ist dieser 600 Meter von der Zentralen Notaufnahme entfernt.

 

4. Wird der Landeplatz auf dem Dach auch nachts angeflogen?

Wenn es sich um medizinische Noteinsätze handelt, sind Rettungsflüge zum neuen Hubschrauberlandeplatz von 0 bis 24 Uhr zugelassen.

 

5. Was können das für Einsätze sein?

Dazu gehören allgemeine lebensrettende Maßnahmen bei Patienten, Notfallrettung bei einem Massenanfall von Verletzten, bei Unglücks- und Katastrophenfällen oder zur schnellen Verlegung von Patienten bei medizinisch begründeter bestehender Lebensgefahr.

 

6. Wird der bisherige Hubschrauberlandeplatz an der Einfahrt für Autos am Fermersleber Weg auch in Zukunft noch genutzt?

Der bisherige Bodenlandeplatz bleibt erhalten und wird als solcher auch weiterhin genutzt und zwar für Patienten, deren Weitertransport vom Bodenlandeplatz mit einem Rettungsfahrzeug zur Zentralen Notaufnahme möglich ist. Der neue Landeplatz auf dem Haus 60a soll akuten Patiententransporten vorbehalten sein. Über die medizinischen und zeitlichen Notwendigkeiten, welcher Landeplatz angeflogen wird, entscheidet das Team des Helikopters jeweils nach der aktuellen Situation.

 

7. Welche technischen Daten gibt es zum Landeplatz?

Der Landeplatz ist zugelassen für Hubschrauber von bis zu 15 Metern Länge und bis zu fünf Tonnen maximaler Startmasse. Die Endanflug- und Startfläche ist 21 mal 21 Meter groß. Der Lande- und Startplatz befindet sich in 25 Metern Höhe über dem Boden.

© Volksstimme 2018

 

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